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Urlaubsorte & Ausflüge

St. Helier ist die Hauptstadt und mit Abstand größte Ortschaft der Insel. An dem Hafeneingang der Bucht St. Aubin's Bay steht das wuchtige Elizabeth Castle, eines der Wahrzeichen Jerseys, auf einer kleinen Insel. Bei Ebbe kann man die Burg über einen 750 m langen Weg zu Fuß erreichen, abends werden die mächtigen Wehrtürme und Festungswälle mit Scheinwerfern angestrahlt und bieten einen atemberaubenden Anblick. Fort Regent steht auf einem Felsen oberhalb der Stadt und ist in einen Freizeitkomplex mit Sport- und Konferenzanlagen, Aquarium, Postmuseum, Jahrmarkt, Swimmingpool und einer Reihe von Sporthallen umgebaut worden. Die beste Einkaufsgegend in St. Helier ist das Viertel um King Street, Queen Street, New Street und Bath Street. Am Halkett Place liegt der wunderschöne Central Market mit seinen zahlreichen Ständen in einer mit viktorianischen Eisenverzierungen reich geschmückten Markthalle. Hier gibt es frisches Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch, kleine Antiquitätenlädchen, Süßwarenstände (der berühmte Jersey Cream Fudge ist besonders zu empfehlen) und Blumen. Die meisten Luxusartikel sind preiswerter als in Großbritannien, aber nicht steuerfrei. Nach einem Einkaufsbummel kann man sich dann auf einer Bank in dem von Kastanienbäumen umgebenen Royal Square ausruhen. Dieser kleine Platz liegt inmitten des Einkaufsviertels und ist dennoch ruhig und beschaulich. Hier gibt es auch einige nette Pubs und Restaurants. Jahrhundertelang war der Royal Square St. Heliers Marktplatz, heute stehen hier u.a. Regierungsgebäude wie der Royal Court und das States Chamber (Inselparlament). Direkt gegenüber steht die hübsche St. Helier Parish Church. Das Jersey-Museum in der Pier Street nahe dem Liberation Square ist ebenfalls einen Besuch wert. Hier wird die zeitweise recht bewegte Geschichte der Insel dokumentiert.

Bei St. Helier beginnt der schöne Sandstrand St. Aubin's Bay, der sich über die Ortschaft First Tower bis zu St. Aubin hinzieht. St. Aubin ist ein kleines Örtchen mit einem malerischen Hafen und kleinen, kopfsteingepflasterten, steilen Straßen und buntgestrichenen Häusern. Palmen und Cafés unterstreichen den mediterranen Eindruck noch. Ein besonders schöner Wanderweg in dieser Ecke der Insel ist die stillgelegte Strecke der alten Jersey Railway, die von St. Aubin bis zum strahlendweißen Leuchtturm bei Corbière an der südwestlichen Inselspitze verläuft (Corbière Walk).


Der Norden: Die besten Strände im Norden der Insel sind in Plémont, wo es eine geschützte Bucht mit Strandteichen und Felsenhöhlen gibt. Der Strand von Grève de Lecq ist über eine wunderschöne Straße erreichbar, die durch ein bewaldetes Tal führt. In Bonne Nuit Bay, der stillen Hafenstadt, gibt es einen versteckten kleinen Sandstrand. Bouley Bay ist besonders bei Tauchern und Anglern beliebt, das an der Nordostküste gelegene Rozel ist ein Fischerstädtchen mit schmalem Sandstrand.

Der Jersey Zoo (Durrell Wildlife Conversation Trust) in Trinity ist nur 3 qkm groß, beherbergt jedoch zahlreiche bedrohte Tierarten und ein weltbekanntes zoologisches Forschungszentrum. Der Zoo wurde von dem englischen Zoologen und Schriftsteller Gerald Durrell gegründet, ein Besuch lohnt sich sehr. Busse zum Zoo fahren von der Central Bus Station in St. Helier ab. In der Carnation Nursery and Butterfly Farm in St. Mary kann man sich an der Schönheit und Farbenpracht exotischer Schmetterlinge erfreuen. La Mare Vineyards, die Weingärten mit einem Bauernhaus aus dem 18. Jahrhundert, liegen in der Nähe des Devil’s Hole.


Der Westen: Die Westküste besteht fast ausschließlich aus dem 8 km langen Strand der St. Ouen’s Bucht, die hervorragend für Wellenreiter geeignet ist, allerdings sollten sich nur gute Schwimmer in die starke Brandung wagen.

Traditionelle Kunsthandwerker sind in dieser Region ansässig; erhältlich sind z. B. Zierkerzen aus Portinfer in St. Ouen und einheimisches Steingut und Lederartikel aus L’Etacq; in St. Peter’s Valley gibt es steingemahlenes Mehl der Moulin de Quetival. Der Park des schönen alten Herrenhauses St. Ouen Manor ist zeitweise der Öffentlichkeit zugänglich. Im Automuseum in St. Peter’s Village finden Liebhaber eine faszinierende Sammlung von Oldtimern, Motorrädern und Militärfahrzeugen. Eine Dauerausstellung der alten Dampfloks der Insel kann man ebenfalls besichtigen. Das Museum in St. Ouen stellt die Festwagen der »Blumenschlacht« aus, die alljährlich am zweiten Dienstag im August stattfindet.


Der Süden: Die längsten Strände dieser Region befinden sich in der St. Clement’s Bay, wo Amateur-Meeresbiologen auch einige versteckte Felsteiche und Priele erforschen können. St. Aubin’s Bay, ein 5 km langer Strand in der großen Bucht an der Südküste, und Portelet, eine einsame Sandbucht, sind sehr beliebt. St. Brelade’s Bay gilt als eine der besten Badebuchten der Insel und ist auch hervorragend für Wellenreiter und Wasserskifreunde geeignet; schön ist auch Beauport, eine schmale Bucht westlich von St. Brelade, die von turmhohen Felsen aus rosa Granit eingerahmt wird. Der Howard Davies Park in St. Saviour ist eine der reizvollsten Gartenanlagen Jerseys mit vielen subtropischen Bäumen und Sträuchern, die in diesem milden Klima gedeihen.

Der Osten (St. Martin, Grouville): Die beiden Hauptstrände bedecken fast die gesamte Ostküste und werden durch das Vorgebirge Petit Portelet voneinander getrennt. Nördlich von hier liegt die St. Catherine’s Bay, die bei Anglern sehr beliebt ist, außerdem das Dorf Anne Port. Das Hafenstädtchen Gorey in der Grouville Bay wird von der aus dem 13. Jahrhundert stammenden imposanten Burg Mont Orgueil überrragt. Die Burg kann vom Hafen über eine Steintreppe erreicht werden, je höher man steigt, desto atemberaubender sind die Panoramablicke über Hafen, Bucht und Meer. In Mont Orgueil gibt es auch eine kleine Austellung über die Geschichte der Burg. Im Inneren der Insel, bei La Hougue Bie (Grouville), ist ein Museum in einem 5000 Jahre alten neolithischen Grabmal untergebracht, das die Geschichte, Geologie und Landwirtschaft der Insel anschaulich darstellt.

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