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Arizona
Urlaubsorte & Ausflüge
Phoenix, die Hauptstadt Arizonas, ist die sechstgrößte Stadt der USA. Durch den Ausbau des Flughafens und Investitionen in großangelegte Urbanisierungsprojekte hat Phoenix einen Bevölkerungszuwachs erfahren. Das Angebot an 5-Sterne-Hotels ist angeblich größer als in anderen amerikanischen Städten. Zu den neuen Gebäuden im Geschäftsviertel gehören Copper Square, ein 26 Etagen hoher Büroturm mit einem jüngst fertiggestellten, 28 Etagen hohen Zwillingsturm; das neue 20 Mio. US$ teure Hilton Hotel (225 Suiten); das Arizona Center (eine gewaltige Anlage mit 600-Zimmer-Hotel, Büros, Restaurants, Geschäften und Unterhaltungseinrichtungen) und der Patriots Square Park im Zentrum von Phoenix mit einer beeindruckenden Laser-Lichtinstallation, die kilometerweit sichtbar ist.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Encanto Park, Pueblo Grande, Papago Park (einschließlich Phoenix Zoo und Desert Botanical Gardens), South Mountain Park und das Heard Museum für Kunst, Anthropologie, Geschichte und Kultur der amerikanischen Ureinwohner in Arizona.
Den Grand Canyon kann man vom Stadtzentrum von Phoenix mit Arizona Air, mit Grand Canyon Helicopters oder per Bahn mit der Grand Canyon Railway (Internet: www.thetrain.com) erreichen. Nördlich von Phoenix befindet sich das Montezuma Castle National Monument. Das Bauwerk, das über dem Beaver Creek in die Felswand eingelassen ist, hat 5 Stockwerke und 20 Räume. Diese Felswohnungen der prähistorischen Sinagua, die bereits vor 2000 Jahren in Arizona siedelten, sind im allgemeinen sehr gut erhalten.
Lake Havasu City: Diese Wüstenstadt wurde vor einiger Zeit in einer Art Schildbürgerstreich die neue Heimat der unansehnlichen Betonbrücke London Bridge, die mit dem Londoner Wahrzeichen, der Tower Bridge, verwechselt und daher für viel Geld gekauft wurde. Sie führt heute über den Colorado River und ist Mittelpunkt einer Reihe von Geschäften, Gaststätten und Pensionen im pseudo-englischen Stil. Weitere Informationen vom Lake Havasu Tourism Bureau (Tel: (928) 453 34 44. Internet: www.golakehavasu.com).
Scottsdale: In dieser Stadt kann man sich sowohl in zahlreichen Museen und über 100 Kunstgalerien als auch im Freien gut beschäftigen. Es gibt 125 Golfplätze, unzählige Tennisplätze und Schwimmbäder sowie ausgezeichnete Einkaufsmöglichkeiten.
Taliesin West, Heimat und Arbeitsplatz des berühmten Architekten Frank Lloyd Wright, ist täglich geöffnet. In der Scottsdale Galleria wurde ein neues, zwei Stockwerke hohes Aquarium für über 100 Fischarten und andere Meereslebewesen gebaut.
Örtliche Veranstalter bieten diverse Floßfahrten auf den Flüssen Salt und Verde sowie kombinierte Floß-/Jeep-Fahrten in der Sonora-Wüste an. Stilecht werden im Lande Lloyd Wrights Nachbauten der Flugzeuge aus dem 1. Weltkrieg und Waco-Doppeldecker mit offenem Cockpit (Barnstormer-Doppeldecker) hergestellt. Man kann sogar Originalausrüstungen mieten und in den Flugzeugen mitfliegen, mit Kunstflug-Einlagen für ganz Wagemutige. Als Alternativen bieten sich Drachenfliegen, Fahrten im Heißluftballon oder Reiten an.
Sedona/Oak Creek Canyon: Die Stadt liegt inmitten roter Felsformationen und Klippen am Fuß des Oak Creek. Im schönen Verde River Canyon gedeiht üppiges Grün. Man kann prähistorische Ruinenstätten der Indianer besichtigen. Ausflüge ins Tal werden angeboten, oft gehören Grillparties im Westernstil am Fluß oder Live-Unterhaltung mit zum Programm.
Tucson: Dieser beliebte Winterurlaubsort wächst sehr schnell zu einer größeren Stadt heran. Tucson liegt inmitten einer Gebirgskette in der Sonora-Wüste und ist für sein stets sonniges Wetter bekannt. Der Ort liegt nur 160 km von der mexikanischen Grenze entfernt; der mexikanische Einfluß zeigt sich in der Architektur, der guten Küche, den quirligen Festen und bunten Kulturfestivals.
Das Tucson Children’s Museum hat viele Ausstellungsstücke zum Anfassen und ist bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt. Tubac ist eine Künstlerkolonie mit Geschäften und Kunstgalerien sowie Standort eines von Mauern umgebenen Forts und einer archäologischen Ausgrabungsstätte. Der Tohono Chul Park ist ein Wüstenschutzgebiet, in dem man einen Einblick in das Leben der Wüste bekommt und sich zwischendurch im Tea Room mit kalten Erfrischungen versorgen kann.
Apache Trail ist nicht irgendein Wanderweg, sondern ein unvergeßliches Erlebnis: Er führt durch Wüsten und Täler, über Felsausläufer, vorbei an glitzernden Seen und am Sunset Crater, einem Vulkankegel, der als Berg des Aberglaubens bekannt ist und aufgrund der im Gestein enthaltenen roten Eisenoxyde wie in einem Sonnenuntergang leuchtet.
Goldfield Ghost Town, Mine Tours und das Superstition Mountain Museum sind ebenfalls einen Besuch wert. Tortilla Flat ist eine alte Postkutschen-Haltestelle, an der es »Killer«-Chilli und Eiscreme in der Geschmacksrichtung »Prickly Pear« (Kaktusfeige) gibt. Roosevelt Bridge ist eine beeindruckende Hängebrücke. Das Tonto National Monument ist eine guterhaltene Klippensiedlung, die vor 500 Jahren von Salado-Indianern gegründet wurde und gute Beispiele ihrer Webarbeiten, Schmuckstücke, Waffen und Werkzeuge ausstellt.
Grand Canyon: Dieses Tal ist wohl das bekannteste Touristenziel der gesamten USA – seine Größe ist zweifellos eindrucksvoll. An den steilen Wänden der Schlucht sind die ältesten Gesteinsschichten der Welt zu sehen, die je nach Lichteinfall in den verscheidensten Rot- und Brauntönen leuchten. Die gewaltige Schlucht des Colorado River ist per Flugzeug, Hubschrauber oder Eisenbahn mit Dampflok (von 1901) erreichbar, von Williams zum südlichen Felsrand oder von der Wahweap Lodge über den Powell-See zur Rainbow Bridge (dem größten Steinbogen der Welt). Im Tal befinden sich einige Hotels; man sollte jedoch im voraus buchen. Da das Tal sehr abgelegen ist, wird Besuchern unter Zeitdruck die »Flugbesichtigungstour« empfohlen. Der Flug führt über den Grand Canyon, den Hanasupai Canyon (sehr einsam), den Canyon de Chelly und das eindrucksvolle Monument Valley, dessen Tafelberge und Felssäulen in jedem klassischen Western zu sehen sind.Weitere Informationen vom Grand Canyon Chamber of Commerce (Internet: www.grandcanyonchamber.org).
Petrified Forest: Der »versteinerte Wald« liegt in der farbenprächtigen Painted Desert im Nordosten von Arizona. Als die Sümpfe, die sich hier vor ca. 200 Mio. Jahren befanden, austrockneten, versanken die umgestürzten Stämme der riesigen Nadelbäume im Schlamm und wurden durch einen chemischen Prozeß in Quarz verwandelt. Sie leuchten heute noch immer in ihren ursprünglichen Farben, zahlreiche Fossilien sind in ihrer Oberfläche eingeprägt. 1906 wurde das Gebiet unter Naturschutz gestellt.
An der Grenze zu Mexiko, in der Sonora Wüste, befindet sich der Wüstenpark Organ Pipe Cactus National Monument, in dem man wunderschöne Exemplare der Orgelpfeifen-Kakteen und anderer Wüstenpflanzen sieht.
Indianer-Reservate: Im 15.600 qkm großen Navajo-Reservat leben heute 250.000 Navajos. Die ehemals halbnomadischen Stämme sind für ihre Anpassungsfähigkeit bekannt und haben viele Fertigkeiten spanischer und anderer früher Siedler in ihre Kultur übernommen. Sie leben in Hogans (kuppelförmigen Häusern aus Holz und Adobe) in kleinen, weit verstreut liegenden Siedlungen. Die Felswohnungen der Anasazi, die ebenfalls im Reservat liegen, wurden bereits im 13. Jh. von Indianern bewohnt. Das angeschlossene kleine Museum bietet einen Einblick in die Kultur der Navajos. In der Mitte des Reservates befindet sich das 1560 qkm große Hopi-Indianerreservat, in dem 7000 Hopis zu Hause sind. Sie leben seit 1500 Jahren in diesem Gebiet und sind für ihr erstaunliches landwirtschaftliches Können auf diesem trockenen und kargen Boden bekannt. Die Hopis leben in behaglichen Dörfern oberhalb des landschaftlich imposanten Tafellandes.
Weitere Informationen vom Native American Tourism Center, 4130 N. Goldwater Blvd., Scottsdale AZ 85251. Tel: (602) 945 07 71.
Das Gebiet um den Lake Powell ist ein wahres Wunderland aus roten Felsen und blauem Wasser. Auf dem riesigen, idyllischen See werden diverse Bootsrundfahrten veranstaltet. Nähere Informationen erteilt Lake Powell Reservations. Tel: (602) 278 88 88. (Internet: www.visitlakepowell.com)
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